Digitale Labore: Angebote für Lehrkräfte und Multiplikator:innen
Im Projekt »Digitale Labore – kompetent für Resilienz gegen Hass im Netz und Desinformation« vermitteln wir im Form von Workshops, Vorträgen, Seminaren oder mit der Ausrichtung von Fachtagen Hintergründe zu aktuellen Gefahren, aber auch Chancen in jugendkulturellen Räumen und geben praktische Tools für die pädagogische Arbeit an die Hand.
1. Jugendkulturen und GMF
Zwischen Kommerz und Politik – Jugendkulturen in Deutschland
In immer schnelleren Rhythmen jagt ein Trend den nächsten. Die Zahl jugendlicher Lebensstile wächst explosionsartig. Fluktuation scheint das einzige Kontinuum im Meer jugendlicher Subkulturen zu sein. Aber sind die jugendlichen Lebenswelten wirklich ein einziges Chaos? Oder gibt es doch ungeschriebene Regeln, Steuerungsprozesse, Logiken und handfeste materielle Interessen? Existieren Gemeinsamkeiten zwischen den vordergründig so verschiedenen Stilen Techno, HipHop oder Punk, zwischen den Halbstarken der 1950er-Jahre und HipHop-Fans, Gamer:innen oder den zahlreichen Influencer:innen der Jetzt-Zeit? Was fasziniert Jugendliche an Techno, Punk und HipHop, was bedeutet es, in einer Szene zu sein? Und welche Rollen spielen Industrie, Medien und der digitale Raum?
Wie ticken unsere Kids? Jugend, Jugendkulturen und Mediennutzung heute
Vortrag und Workshop vermitteln zentrale Erkenntnisse aktueller Jugendstudien wie Shell, Sinus und JIM und stellen das Spektrum von Jugend-, Pop- und Subkulturen, Interessen Jugendlicher, das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen und wie sich das alles in Unterricht, Lehre und sozialer Arbeit einbinden lässt, vor.
Jugend-, Pop-, Subkulturen und Diskriminierungen
Die Wahrnehmung der und Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Geschichte und Fülle an jugend-, pop- und subkulturellen Szenen und Strömungen birgt ein großes Potential für die direkte Vermittlungsarbeit dieser Erkenntnisse und Haltungen an eine Vielzahl von Zielgruppen, die sich mit den Interessen und Haltungen junger Menschen beschäftigen oder mit diesen kollaborieren: Musikbusiness, Lehre und Forschung, pädagogische Arbeit an Schulen und in Behörden, Schulsozialarbeit, Kulturvermittlung als Künstler:in. Alle Szenen sind aber auch nicht frei von Diskriminierungen. Gleichzeitig gibt es dort zahlreiche Personen, die sich für emanzipatorische Vielfalt einsetzen. Anhand der Vorstellung von Best Practice werden Einblicke in Ansätze, Methoden und Erfahrungen in der Arbeit zu Jugend-, Pop- und Subkulturen mit Jugendlichen und Erwachsenen und Kenntnisse über Jugend-, Pop- und Subkulturen, Sensibilisierungs- und Empowermentprozesse für emanzipatorische Vielfalt, Auseinandersetzungen mit und Einübung von Ambiguitätstoleranz und das Zusammenspiel von kultureller, politischer und medienpädagogischer Bildung vermittelt.
"Von der Botschaft zum Clip" – Videoworkshopangebot für Multiplikator:innen
Mit kurzen Videos kommunizieren – authentisch, direkt, wirksam. In diesem praxisorientierten Workshop produzieren die Teilnehmenden eigene Clips für Social Media. Welche Zielgruppe, welche Öffentlichkeit, wie baue ich eine Botschaft, die mobilisiert? Technische Grundlagen werden hands-on vermittelt: hochkant filmen, auf guten Ton achten, mit Licht arbeiten, Schnittbilder planen. Die Teilnehmenden scripten ihre Inhalte selbst, drehen vor Ort und lernen den Schnitt am Handy mit kostenlosen Apps wie CapCut oder Premiere. Jede:r nimmt ein fertiges Video mit nach Hause. Das eigene Handy reicht völlig aus – wichtig ist die Botschaft und der Call to Action. Ideal für alle, die Themen der Jugendkulturarbeit sichtbar machen und junge Zielgruppen über Instagram, TikTok & Co. erreichen möchten.
Diskriminierende Sprache in der Musik – Fokus HipHop & Frauenbilder
Musik prägt Sprache, Bilder und gesellschaftliche Vorstellungen – sie kann empowern, aber auch diskriminierende Muster reproduzieren. Der Workshop setzt sich mit diskriminierender Sprache in der Musik auseinander und untersucht, wie Machtverhältnisse, Geschlechterrollen und Abwertungen in Texten, Videos und Inszenierungen sichtbar werden. Ein besonderer Fokus kann auf HipHop gelegt werden: Hier werden Darstellungen von Frauen, sexualisierte Sprache und stereotype Rollenbilder ebenso analysiert wie subversive, feministische und selbstbestimmte Gegenentwürfe von Künstler:innen. Anhand konkreter Beispiele reflektieren die Teilnehmenden Wirkung, Kontext und Grenzen von Provokation, Kunstfreiheit und Diskriminierung. Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für Sprache in Musik zu entwickeln und die eigene Wahrnehmung und Medienkompetenz zu schärfen.
2. Wahrnehmungsspaziergänge
Graffiti-Tour (Stadttour)
Auf unserem Streifzug durch Berlins wohl am dich dichtesten bemalten Bezirk Kreuzberg gehen wir ungewöhnlichen Spuren nach, die sich an den verschiedensten Orten und Oberflächen befinden. Hierbei stoßen wir auf kunstvolle und kreative Sprüche, Tags, Feuerlöscher, Murals, Roll-Downs und Roll-Ups - und natürlich dürfen die klassischen Graffiti Pieces auch nicht fehlen. Keine Sorge, wer beim Lesen merkt,, dass nicht alle Wörter verstanden werden, nach der Tour geht das besser. Wir klären alle Begriffe rund um Graffiti und vollziehen die Entstehung der zu sehenden Bilder nach. Nebenbei dürfen dazu alle Fragen gestellt werden, die in den Sinn kommen. Ziel ist es, den Blick für die Gestaltung der Stadt zu öffnen und Graffiti nicht nur als Schmiererei, sondern als Ausdruck von Kultur, Identität und Stadtraumgestaltung wahrzunehmen. Die Tour kann auf Deutsch und Englisch stattfinden.
Barrierefreiheit im öffentlichen Raum (Stadttour)
Auf dieser Stadttour widmen wir uns dem Thema Barrierefreiheit im urbanen Raum. Gemeinsam gehen wir durch ausgewählte Bereiche der Stadt und betrachten, wie öffentliche Plätze, Verkehrsmittel, Gebäude und Wege gestaltet sind – und für wen. Dabei geht es nicht nur um Rollstuhlrampen oder Aufzüge, sondern auch um Orientierungssysteme, akustische Signale, Leitsysteme für sehbehinderte Menschen sowie um die Frage, wie inklusiv Begegnungsorte eigentlich gestaltet sind. Wir sprechen darüber, welche Barrieren im Alltag oft übersehen werden. Anhand konkreter Beispiele diskutieren wir, wo die Stadt bereits gute Lösungen umgesetzt hat und wo noch Handlungsbedarf besteht. Ziel ist es, ein Bewusstsein für unterschiedliche Bedürfnisse zu schaffen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie Stadt für alle zugänglicher und lebenswerter gestaltet werden kann. Diese Tour lädt dazu ein, Orte aus einem neuen Blickwinkel zu sehen.
3. Medienbildung
Gemeinsam gegen Hass im Netz und Desinformation
Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch mit den vielen Möglichkeiten kommen auch neue Herausforderungen: Hassrede, Fake News und gezielte Desinformation vergiften Diskussionen, gefährden Teilhabe und zerstören Vertrauen. In der Veranstaltung wird diskutiert, wie man diesen Entwicklungen aktiv begegnen kann. Dabei geht es um das Verständnis der Mechanismen hinter Hassrede, Verschwörungserzählungen und Falschinformationen. Teilnehmende lernen, digitale Inhalte kritisch zu prüfen, deren Glaubwürdigkeit einzuschätzen und wirkungsvolle Strategien für Prävention und Intervention zu entwickeln.
Fakt oder Fake?
In einer Zeit, in der Fake News und Social Bots als Instrumente politischer Propaganda eingesetzt werden, ist Medienkompetenz wichtiger denn je. Dieser Workshop beleuchtet die Mechanismen der programmierten Manipulation – von automatisierten Accounts bis hin zu manipulierten Bildern. Die Teilnehmenden erhalten exklusive Einblicke in die Verifikationstechniken des Journalismus und lernen, wie Profis Falschmeldungen entlarven. In einer kritischen Auseinandersetzung mit Fakten und Quellen stärken wir das Verständnis für die Arbeitsweise klassischer Medien und schaffen eine Basis für neues Vertrauen in seriöse Berichterstattung. Ein praxisnaher Kurs für alle, die im digitalen Informationsdschungel den Überblick behalten und Manipulation keine Chance geben wollen.
Mediensucht: Prävention und digitale Selbstkontrolle erlernen
Endloses Scrollen, Gaming-Marathons, der ständige Drang nach Likes – wann wird digitale Nutzung zur Sucht? In einer Welt, die uns rund um die Uhr mit Reizen bombardiert, wird es immer schwerer, bewusste Grenzen zu setzen. In diesem Workshop entschlüsseln wir die psychologischen Mechanismen hinter Mediensucht, reflektieren unsere eigenen Nutzungsgewohnheiten und erarbeiten alltagstaugliche Strategien für eine gesunde Balance. Mit interaktiven Methoden, Reflexionsübungen und praxisnahen Challenges lernen die Teilnehmenden, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, Alternativen zu entwickeln und ihre digitale Selbstkontrolle zu stärken. Ziel ist es, digitale Medien bewusst zu nutzen, ohne sich von ihnen bestimmen zu lassen.
Wahrheit & Fiktion: Wie Influencer:innen Meinungen prägen und Werbung die Realität verzerrt
In den sozialen Netzwerken verschwimmen die Grenzen zwischen authentischem Lifestyle und kommerziellem Kalkül. Dieser Workshop beleuchtet das Geschäftsmodell von Influencer:innen und analysiert den Wandel von klassischer Soziodemografie hin zum präzisen psychografischen Targeting. Multiplikator:innen erfahren, wie Werbung auf Instagram heute funktioniert und welche psychologischen Mechanismen zur Meinungsbildung genutzt werden – auch im politischen Kontext. Wir werfen einen kritischen Blick auf die gezielte Instrumentalisierung durch die rechte Szene und diskutieren die Rolle von Creator:innen als moderne Meinungsträger:innen. Gleichzeitig zeigt der Kurs empowernde Praxisbeispiele für mediale Teilhabe auf, die Diversität und Demokratie fördern. Teilnehmer:innen erhalten das Rüstzeug, um Jugendliche bei der kritischen Einordnung von Social-Media-Inhalten sicher zu begleiten.
Social Media und unser Wohlbefinden – Reflexion für den Alltag
Followerzahlen, Selfie-Wahn, ständige Erreichbarkeit – Social Media ist Fluch und Segen zugleich. Doch wie beeinflussen Likes, Algorithmen und Vergleichsdruck unsere Psyche? In diesem Workshop werfen wir einen kritischen Blick auf die unsichtbaren Mechanismen hinter Instagram, TikTok & Co. und hinterfragen, wie soziale Medien unser Selbstbild, unsere Beziehungen und unsere Emotionen prägen. Durch interaktive Reflexionen und kreative Übungen entwickeln die Teilnehmenden Strategien, um digitale Räume bewusster zu nutzen, Stress durch Social Media zu reduzieren und mentale Gesundheit zu stärken. Ziel ist es, soziale Medien als Werkzeug zu verstehen – und nicht als Herrscher über unser Wohlbefinden.
Gesunder Umgang mit Social Media
Im Workshop „Gesunder Umgang mit Social Media“ lernen die Teilnehmenden die Mechanismen und Wirkweisen von Sozialen Medien kennen. Sie setzen sich mit der Frage auseinander, wie ein verantwortungsvoller Umgang in Hinblick auf Datenschutz und demokratiefeindliche Inhalte aussehen kann. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Themenfeld Hass im Netz: Wer verbreitet ihn, welche Ziele verfolgen diese Akteure, und wie wirken sich solche Inhalte auf Betroffene aus? Dabei rücken wir die Perspektiven der Betroffenen in den Fokus und diskutieren Handlungsstrategien. Selbstwirksamkeit soll bei der Resilienz gegenüber Desinformation und Verschwörungserzählungen erzielt werden, indem auch hier die Wirkweisen reflektiert und der Umgang mit ihnen geübt wird. Dafür entwickeln die Teilnehmenden in einem geschützten Rahmen fiktive Szenarien und wenden dort ihre gewonnen Erkenntnisse an. Es soll dabei auch ein Bewusstsein für die historische Kontinuität von Verschwörungsdenken vermittelt und die Verknüpfung mit menschenfeindlichen Ideologien, insbesondere mit Antisemitismus, verdeutlicht werden. So fördert der Workshop sowohl Medienkompetenz, als auch eine kritische, selbstwirksame Haltung gegen Ausgrenzung und Hass im digitalen Raum.
Big Data und ich
In der modernen digitalen Ära wird eine immense Menge an Daten generiert, die Industrien, Wirtschaft und persönliche Lebensbereiche beeinflusst. Der Workshop Big Data und Ich bietet eine Einführung in die grundlegenden Konzepte von Big Data, seine Anwendungen, Risiken und Chancen. Die Teilnehmenden werden in interaktiven Diskussionen und Aktivitäten erfahren, wie Big Data ihren Alltag, ihre Karrierewege und ihre Entscheidungsprozesse beeinflusst. Der Workshop behandelt ethische Fragestellungen, Datenschutzbedenken und Datensicherheit, um ein verantwortungsbewusstes digitales Verhalten zu fördern. Zudem werden die sozialen Auswirkungen von Big Data thematisiert – darunter die Unsicherheit, die durch die schnelllebige digitale Welt entsteht, die Überforderung wegen einer Vielzahl an Optionen und die Herausforderungen der Orientierung in dieser komplexen Landschaft. Darüber hinaus wird die Rolle der künstlichen Intelligenz (KI) im Zusammenhang mit Big Data beleuchtet. Es wird erklärt, wie KI-gestützte Algorithmen große Datenmengen verarbeiten, um Entscheidungen zu treffen, Prozesse zu automatisieren und personalisierte Erlebnisse zu schaffen. Die Teilnehmenden diskutieren zudem ethische Herausforderungen im Zusammenhang mit KI und Big Data, einschließlich algorithmischer Voreingenommenheit und der Gefahr von Fehlinformationen. Am Ende der Veranstaltung werden die Teilnehmenden ein umfassendes Verständnis davon haben, wie Big Data und KI funktionieren, welche Vorteile und Herausforderungen sie mit sich bringen und welche Strategien helfen, mit diesen Herausforderungen umzugehen.
Zwischen den Zeilen: Neue Codes, Emojis und Narrative rechter Influencer:innen
Rechte Akteur:innen nutzen soziale Medien längst nicht mehr nur für plumpe Propaganda. Mit ästhetischen Filtern, Humor und sogenannten „Dog Whistles“ (versteckten Botschaften) schleusen sie menschenfeindliche Narrative in den Mainstream, ohne sofort von Algorithmen gesperrt zu werden. Dieser Workshop gibt ein Update zu aktuellen Codes: Wir analysieren die Umdeutung von Emojis, das Spiel mit rechtsextremen Zahlencodes und die Nutzung von „Algospeak“, um Verbote zu umgehen.
Rechtsextremismus, Neue Rechte & Mobilisierung auf Social Media
Rechtsextreme Akteur:innen nutzen Social Media gezielt, um ihre Ideologien zu verbreiten, junge Menschen anzusprechen und gesellschaftliche Debatten zu beeinflussen. Dabei treten sie häufig modern, harmlos oder humorvoll auf – Inhalte der sogenannten Neuen Rechten sind oft erst auf den zweiten Blick als extremistisch erkennbar.
Der Workshop vermittelt grundlegendes Wissen zu Rechtsextremismus und der Neuen Rechten und legt einen besonderen Fokus auf digitale Codes und Mobilisierungsstrategien. Die Teilnehmenden lernen, wie rechtsextreme Narrative, Codes und Influencer-Strategien auf Plattformen wie Instagram oder TikTok funktionieren. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, wie Emotionalisierung, Provokation und Desinformation gezielt eingesetzt werden.
Ziel des Workshops ist es, Handlungssicherheit im Umgang mit rechtsextremen Inhalten im Netz zu stärken. Außerdem entwickeln die Teilnehmenden ein kritisches Verständnis für Hass im Netz, reflektieren eigene Mediennutzung und erarbeiten Strategien zum Erkennen, Einordnen und Entgegentreten von rechtsextremer Online-Mobilisierung.
4. Antisemitismus
Israelische Jugendkulturen Crashkurs Nr. 1: Eine Einführung
Trotz der engen Beziehungen zwischen der deutschen und der israelischen Öffentlichkeit herrscht oft Unklarheit über Themen, die über die Mainstream-Diskussion und aktuelle Ereignisse hinausgehen. Dieser Einführungsworkshop richtet sich insbesondere an alle außerhalb Israels, die sich besser mit der lokalen Jugend Israels vertraut machen möchten. Was sind die bekanntesten Bevölkerungsgruppen in Israel und welche unterschiedlichen Jugend-Subkulturen gibt es in diesen Gruppen? Welche Rolle spielen Religion, ethnische Zugehörigkeit und soziale Schicht in diesen Jugendkulturen? Welche Auswirkungen haben Politik, der Nahostkonflikt, der Holocaust und die Militärkultur? Wie werden jugendlicher Widerstand und Zustimmung in einem turbulenten politischen Klima durch lokale Ausprägungen von Pop, HipHop, Punk und anderen Musikrichtungen zum Ausdruck gebracht? Oder vielleicht lässt sich die Frage am besten so formulieren: Was bedeutet es wirklich, ein israelischer Teenager zu sein?
Israelische Multi(jugend)kulturen Crashkurs Nr. 2: Ein genauerer Blick auf die Praktiken und Ansätze
Im WS geht es um die Auseinandersetzung mit kultureller Aneignung, antisemitischen Stereotypen und der Rolle jüdischer bzw. israelischer bzw. Künstler:innen in der Popkultur, (sowohl regionale israelische, als auch weltweit). Im Zentrum der Fortbildung steht, (angehende) Lehrkräfte in bestehenden pädagogischen Konfliktlagen, Herausforderungen und Ressourcen abzuholen und mit Fallbeispielen bzw. Situationsanalysen zu arbeiten. Es werden Hintergrundinformationen zur Frage, wie sich der Nahost-Konflikt aktuell in jugend- und popkulturellen Szenen widerspiegelt und welche gefährdenden sowie fördernden Potenziale sie beinhalten, erarbeitet und vermittelt, wie man sich mit Ernsthaftigkeit musikalischen und jugendlichen Szenen mit anderen kulturellen Werten wie Sinn für Humor, Ironie, Trolling oder kreativer Subversion nähert. Mit Blick auf den Transfer auf die eigenen Arbeitsweisen im Unterrichtsalltag werden erfahrungserprobte Methoden und Ansätze vorgestellt.
Antisemitismuskritische Reflexionen zur Clubkultur/Technoszene
Im Workshop geht es um eine Auseinandersetzung mit Aktivismus in der Berliner und internationalen Clubkultur/Technoszene im Kontext von Boykottkampagnen gegen antisemitismuskritische Perspektiven und Praxen und israelische Künstler:innen. Wir beschäftigen uns mit Fallbeispielen vor und nach dem 7.Oktober 2023 und beurteilen Boykottmaßnahmen und deren Begründungen. Wir fragen nach den Auswirkungen auf Betroffene und was der Aktivismus mit der Technoszene macht. Neben der Beschäftigung mit Intoleranz und Hass in der Technoszene soll es vor allem auch um Empowerment gehen. Hierzu werden Handlungsmaßnahmen von verschiedenen Initiativen vorgestellt, die darauf ausgerichtet sind, von Antisemitismus Betroffene zu unterstützen, Ambiguitätstoleranz zu fördern und eine antisemitismuskritische Öffnung von clubkulturellen Räumen und Orten zu stärken.
HipHop gegen Antisemitismus
Dieser drei- bis fünfstündige Workshop nutzt HipHop als kreatives Werkzeug, um junge Menschen für Antisemitismus zu sensibilisieren und ihnen Ausdrucksformen für gesellschaftliches Engagement zu vermitteln. Durch kurze Inputphasen, gemeinsames Hören von Protesttracks und angeleitete kreative Übungen entwickeln die Teilnehmenden eigene Anti‑Hass‑Lyrics oder Beats. Der Workshop verbindet Musikproduktion mit Reflexion über Vorurteile und schafft einen sicheren Raum für Austausch, Empathie und kulturelle Zusammenarbeit. Er eignet sich ideal für schulische und außerschulische Bildungssettings und stärkt Medienkompetenz, Kreativität und Resilienz.
5. Verschwörungsdenken
Von Reptiloiden, Flugscheiben und anderen Verschwörungsphantasien
Verschwörungserzählungen gewinnen zunehmend Anhänger:innen – nicht nur in Randgruppen, sondern auch mitten in der Gesellschaft. Gründe dafür sind Unsicherheiten, Misstrauen gegenüber Institutionen, politische Spannungen und die Suche nach einfachen Erklärungen für komplexe Probleme. Social Media und alternative Online-Medien verstärken diesen Trend: Algorithmen liefern vor allem Inhalte, die die eigenen Überzeugungen bestätigen, während widersprüchliche Informationen ausgeblendet werden. Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit den Mechanismen von Verschwörungsphantasien auseinander: Wie entstehen solche Erzählungen? Warum wirken sie so überzeugend? Wie verbreiten sie sich online und offline? Anhand von Praxisbeispielen lernen die Teilnehmenden, Informationen kritisch zu hinterfragen, Falschmeldungen zu erkennen und reflektiert mit Verschwörungserzählungen im Netz umzugehen. Ziel ist es, Medienkompetenz zu stärken und die Fähigkeit zu entwickeln, im digitalen Raum informiert, souverän und kritisch zu handeln.
Verschwörungserzählungen und Desinformation verstehen und Handlungsstrategien entwickeln
Verschwörungsphantasien fordern unsere Gesellschaft heraus und vergiften den Diskurs. Dieser Workshop beleuchtet, warum der Begriff „Erzählung“ oft treffender ist als „Theorie“ und analysiert die psychologischen Ursachen sowie Funktionen hinter diesen Narrativen. Anhand audiovisueller Beispiele aus sozialen Netzwerken untersuchen wir gängige Mythen wie den „Großen Austausch“ oder Souveränitätslügen und beleuchten dabei insbesondere Antisemitismus als zentralen Motor. Multiplikator:innen lernen, die Mechanismen hinter dieser Desinformation zu durchschauen und entwickeln konkrete Handlungsoptionen für den souveränen Umgang mit Verschwörungsgläubigen. Ein fundierter Kurs, um Aufklärung zu leisten, die demokratische Resilienz zu stärken und Manipulation effektiv entgegenzuwirken.
Verschwörungserzählungen im Kontext von KI – Fakten, Fake News und Manipulation erkennen
Künstliche Intelligenz revolutioniert unser Leben – doch sie befeuert auch Ängste, Missverständnisse und Verschwörungserzählungen. Warum glauben Menschen an geheime Eliten, die angeblich durch KI die Welt kontrollieren? Wie beeinflussen Deepfakes, Fake News und algorithmische Filterblasen unsere Wahrnehmung? In diesem interaktiven Workshop gehen wir diesen Fragen auf den Grund: Wir analysieren reale Beispiele, entlarven Manipulationstechniken und entwickeln Strategien, um Desinformation zu erkennen. Ziel ist es, einen kritischen, selbstbewussten Umgang mit digitalen Informationen zu fördern und sich aktiv gegen Verschwörungsmythen zu wappnen.
6. Online-Misogynie
Antifeminismus und digitale Gewalt
In diesem Workshop setzen wir uns mit Antifeminismus und digitaler Gewalt auseinander. Wir betrachten, wie antifeministische Ideologien entstehen, welche Formen sie online annehmen und welche Auswirkungen sie auf Betroffene und gesellschaftliche Diskurse haben. Dabei sprechen wir sowohl über offene Anfeindungen, als auch über subtilere Strategien der Abwertung, Einschüchterung und Desinformation. Gemeinsam erarbeiten wir, wie digitale Gewalt funktioniert. Wir diskutieren Schutzmöglichkeiten und kollektive Strategien der Solidarität. Der Workshop bietet einen sicheren Raum zum Austausch, zur Reflexion eigener Erfahrungen und zur Entwicklung von Handlungskompetenzen. Ziel ist es, Teilnehmer:innen zu stärken, ein Bewusstsein für strukturelle Zusammenhänge zu schaffen und Wege aufzuzeigen, wie wir digitale Räume fairer, solidarischer und widerstandsfähiger gestalten können.
Online-Misogynie kritisch analysieren
Die Fortbildung vermittelt fundierte Einblicke in digitale Formen von Frauenfeindlichkeit und deren vielfältige Erscheinungsformen. Teilnehmende setzen sich mit den zentralen Narrativen, Sprachcodes und Rollenbildern auseinander, die in sozialen Medien verbreitet werden und beleuchten die Unterschiede zwischen digitalen und analogen Strukturen. Mit eigenständigen Recherchen und Analysen lernen sie, Akteur:innen, Strategien und Kommunikationsformen zu identifizieren und die Wirkung misogyn geprägter Inhalte kritisch zu reflektieren. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden didaktische Ansätze entwickelt, die helfen, Medienkompetenz, Quellenkritik und ein reflektiertes Verständnis digitaler Geschlechterrollen zu fördern. Ziel ist es, die Mechanismen der Online-Misogynie zu verstehen und Ansatzpunkte für einen kritischen Umgang im pädagogischen Kontext zu entwickeln.
Heile Welt, harte Ideologie: Online-Misogynie und rechte Netzwerke im christlichen Gewand
Zwischen Ästhetik, Glauben und politischer Agitation: Sogenannte „Christfluencer:innen“ gewinnen in sozialen Netzwerken massiv an Reichweite. Doch hinter der vermeintlich heilen Welt verbergen sich oft Scharnierideologien, die eine Brücke zur Neuen Rechten schlagen. Dieser Workshop analysiert, wie religiöse Narrative mit Online-Misogynie und antidemokratischen Werten verschmelzen. In der Einführung beleuchten wir die Strategien dieser Akteur:innen, die gezielte Abwertung moderner Lebensentwürfe und die Mechanismen der Radikalisierung im Netz. Im vertiefenden Praxisteil erarbeiten wir in Gruppenanalysen konkrete Methoden, um diese subtilen Manipulationsversuche zu erkennen und die Medienkompetenz in der Arbeit mit Jugendlichen zu stärken. Multiplikator:innen erhalten fundierte Einblicke in die Vernetzung radikaler Szenen und lernen, wie man demokratiefeindlichen Rollenbildern souverän begegnet.
7. Datenbank SOMERA
Multiplikator:innen-Schulung zur Datenbank SOMERA
Die Multiplikator:innen-Schulung zur Datenbank SOMERA bietet eine fundierte Einführung in das Social Media Research Archive, das vom Archiv der Jugendkulturen in Berlin betrieben wird. SOMERA ist eine innovative Dokumentationsplattform, die sich auf die professionelle Bewahrung von Social-Media-Inhalten spezialisiert hat, ursprünglich im Kontext von Jugend-, Pop- und Subkulturen im Kontext von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF). Im Laufe der Jahre hat sich die Plattform weiterentwickelt und beinhaltet nun auch Ressourcen in den Themenfeldern Verschwörungsdenken, Hass im Netz sowie Des- und Misinformation im Kontext von Jugend-, Pop- und Subkulturen. Ein zentraler Bestandteil der Schulung ist der theoretische Teil, in welchem die Zielsetzungen von SOMERA und die Struktur der Datensammlung vermittelt werden. Die Teilnehmenden lernen das grundlegende Konzept der Online-Archivierung, die Bedeutung der Verschlagwortung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich Datenschutz und Nutzungsrechte kennen. Dieser theoretische Hintergrund bietet eine solide Basis, um die archivierten Inhalte kritisch zu reflektieren und Kompetenzen für Online-Monitoring und Archivierung zu erkennen.
Im praktischen Teil der Schulung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, das Gelernte direkt anzuwenden und eigenständig in der Datenbank zu recherchieren. Sie können konkrete Projekte wie Videoanalysen oder die Auswertung von Instagram-Beiträgen entwickeln, um die erlernten Methoden in ihrer eigenen Arbeit anzuwenden. Die Schulung schließt mit einer Ergebnispräsentation und einer Feedback-Runde ab, in der die Teilnehmenden ihre Erfahrungen reflektieren und wertvolle Rückmeldungen zur Weiterentwicklung des Angebots geben können. Durch diese Kombination aus Theorie und Praxis wird nicht nur das Bewusstsein für die Bedeutung der digitalen Archivierung gestärkt, sondern auch die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit sozialen Medien und deren Inhalten gefördert. Die Schulung wird in zwei Hauptteile gegliedert: einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der theoretische Teil umfasst Präsentationen, Gruppenarbeiten und Diskussionen, um die Teilnehmenden aktiv in den Lernprozess einzubeziehen. Im praktischen Teil erarbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen oder allein mit der Datenbank kleine Tools für eine mögliche Anwendung und Nutzung in der eigenen Arbeit.
Die Schulung richtet sich an Menschen in der Bildungsarbeit, Medien und Wissenschaft, weitere Fachleute und Interessierte, die ein vertieftes Verständnis für die Relevanz und die Strukturen der Datenbank entwickeln möchten, um die vielfältigen Inhalte der sozialen Medien systematisch zu erfassen und in ihrer beruflichen Praxis zu nutzen.
Multiplikator:innen-Schulung zur Datenbank SOMERA mit Fokus Online-Misogynie
Diese Fortbildung bietet eine fundierte Einführung in das Social Media Research Archive (SOMERA), eine innovative Dokumentationsplattform des Archivs der Jugendkulturen in Berlin. SOMERA hat sich auf die professionelle Bewahrung von Social-Media-Inhalten spezialisiert – ursprünglich im Kontext von Jugend-, Pop- und Subkulturen sowie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF), heute erweitert um die Themenfelder Verschwörungsdenken, Hass im Netz sowie Des- und Misinformation.
Die Schulung vermittelt im theoretischen Teil die Zielsetzungen von SOMERA sowie die Struktur der Datensammlung. Die Teilnehmenden erlernen die grundlegenden Konzepte der Online-Archivierung, die Bedeutung präziser Verschlagwortung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich Datenschutz und Nutzungsrechte. Dieser Hintergrund bildet die Basis, um archivierte Inhalte kritisch zu reflektieren und Kompetenzen für ein systematisches Online-Monitoring aufzubauen.
Ein besonderer Schwerpunkt dieser Fortbildung liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit Online-Misogynie. In einem gezielten fachlichen Input werden die Erscheinungsformen und Dynamiken frauenfeindlicher Tendenzen im Netz beleuchtet. Im anschließenden praktischen Teil nutzen die Teilnehmenden die Datenbank SOMERA für eine eigenständige Recherche zu Online-Misogynie, Hass im Netz und Desinformation. Ziel der Schulung ist es, die gewonnenen Erkenntnisse und Methoden unmittelbar auf die eigene pädagogische Praxis oder den Unterricht – etwa an Fachschulen – zu übertragen. So werden Multiplikator:innen befähigt, die Medienkompetenz ihrer Zielgruppen nachhaltig zu stärken und einen sicheren, kritischen Umgang mit digitalen Inhalten zu fördern.
Weitere Themenschwerpunkte
Neben dem Fokus auf Online-Misogynie können die SOMERA-Schulungen auch mit anderen thematischen Schwerpunkten gebucht werden. Auf Anfrage bieten wir maßgeschneiderte Fortbildungen an, die eine gezielte Recherche und Analyse zu den Themen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Verschwörungsdenken in sozialen Medien beinhalten. So können die spezifischen Bedarfe Ihrer Einrichtung oder Fachgruppe optimal abgedeckt werden.
8. Zielgruppe Polizei
Jugendgruppen und -kulturen
Dieser Workshop beleuchtet die aktuelle Landschaft der Jugendkulturen in Deutschland und analysiert deren Entstehungsmechanismen. Wir untersuchen, warum Cliquen eine zentrale Rolle für die Identität spielen und wie Gruppenstrukturen sowie typische Denkweisen entstehen. Ein Fokus liegt auf dem Einfluss von Medien und Industrie, die Trends und Verhaltensmuster massiv mitgestalten. Dabei wird die Grenze zwischen harmloser Subkultur und polizeilich relevanten Phänomenen präzise herausgearbeitet. Die Teilnehmenden lernen, aktuelle Gruppendynamiken fundiert einzuordnen und zwischen jugendtypischer Selbstinszenierung und krimineller Delinquenz zu differenzieren, um im beruflichen Alltag handlungssicher agieren zu können.
Jugendkulturen im Kontext von Islam und Islamisierung
Dieser Workshop thematisiert das Spannungsfeld zwischen religiöser Identität, Jugendkultur und Radikalisierungsprozessen. Im Fokus steht die Analyse aktueller Ausprägungen des Islams innerhalb jugendlicher Lebenswelten sowie die kritische Auseinandersetzung mit Phänomenen der Islamisierung. Gemeinsam bewerten wir verschiedene jugendkulturelle Erscheinungsformen und identifizieren die Grenze zwischen gelebtem Glauben und extremistischen Tendenzen. Ziel ist es, die Teilnehmenden für manipulative Dynamiken zu sensibilisieren und konkrete Handlungsoptionen im Umgang mit religiös begründetem Extremismus zu erarbeiten.
Junge Geflüchtete
Dieser Workshop thematisiert die psychischen Belastungen durch Flucht und Vertreibung. Im Fokus steht das Konzept der sequenziellen Traumatisierung, welches Trauma als Prozess zwischen Individuum und sozialem Umfeld begreift. Besprochen werden typische Folgen wie Flashbacks oder Übererregung sowie die Risiken einer Reaktualisierung durch äußere Reize. Zudem wird das Gefährdungspotenzial für Radikalisierung bei jungen Geflüchteten beleuchtet. Abschließend werden Leitlinien für einen traumasensiblen Umgang vorgestellt, die einen verstehensorientierten und respektvollen Zugang im beruflichen Alltag ermöglichen.
Fuballfankulturen
Dieser Workshop bietet eine fundierte Einführung in die vielschichtige Welt der Fußballfankulturen und die dazugehörigen Jugend- und Subkulturen. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und für die spezifischen Bedürfnisse sowie Verhaltensweisen von Fans – insbesondere der Ultrakultur – zu sensibilisieren. Die Teilnehmenden setzen sich mit unterschiedlichen Fangruppen auseinander und reflektieren anhand von Fallbeispielen ihre eigene Wahrnehmung sowie das Einsatzverhalten am Spieltag. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Vorstellung der sozialpädagogischen Fanprojektarbeit: Von den geschichtlichen Hintergründen über die Zielsetzungen bis hin zu den besonderen Herausforderungen in diesem dynamischen Arbeitsfeld. Der Workshop fördert den Dialog und schafft Akzeptanz für eine vermittelnde Arbeit zwischen den Fronten.
Extrem anders: Links- und Rechtsextremismus analysieren und einordnen
Dieser eintägige Workshop bietet Fachkräften aus Polizei und Verfassungsschutz ein fundiertes Forum zur Analyse extremistischer Strömungen. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Ideologien, Strukturen und Aktionsformen von Links- und Rechtsextremismus zu entwickeln. Im Fokus steht die Klärung zentraler Begrifflichkeiten sowie das Erkennen aktueller Codes und Symbole. Die Teilnehmenden untersuchen mediale und praktische Handlungsfelder beider Spektren und setzen sich interaktiv mit aktuellen Zahlen und Gruppierungen auseinander. Anhand von Fallbeispielen und der Erstellung visueller Bodenbilder werden ideologische Grundlagen greifbar gemacht. Der Workshop legt besonderen Wert auf den Praxistransfer: Die Teilnehmenden reflektieren die Anwendbarkeit der Erkenntnisse für ihren beruflichen Alltag und können individuelle Schwerpunkte setzen. Methodisch setzt das Format auf eine Mischung aus Fachinputs, moderierten Diskussionen und Gruppenarbeit. Das Ergebnis ist eine gesteigerte Analysefähigkeit und Handlungssicherheit in der Extremismusprävention und -intervention – fundiert, interaktiv und direkt auf die spezifischen Anforderungen der Teilnehmenden zugeschnitten.
Linke soziale Bewegungen
Dieser Workshop beleuchtet linke soziale Bewegungen als treibende Kraft für gesellschaftlichen Fortschritt und demokratische Aushandlungsprozesse. Anhand von vier historischen Epochen – von der Novemberrevolution über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus bis hin zu aktuellen Klimaschutzbewegungen – wird analysiert, wie Impulse dieser Akteur:innen heutige gesellschaftliche Standards prägten. Im Praxisteil werden aktuelle Beispiele hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und verfassungsrechtlichen Bezugspunkte untersucht. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für die Vielfalt linker Bewegungen zu schaffen und deren Rolle als Motor für eine lebendige, pluralistische Demokratie sichtbar zu machen.
Kontakt
Nachfragen gerne an contact@stand-up-participate.de oder direkt an das Projektteam.
Projektleitung:
Gabriele Rohmann, gabi.rohmann@jugendkulturen.de
Koordination Angebote für Lehrkräfte und Multiplikator:innen:
Farina Wäcker, farina.waecker@jugendkulturen.de


