Digitale Labore: Blog

Phase 2 des Langzeitprogramms ist abgeschlossen

Zum Jahresende hin haben wir die Phase zwei des Projekts abgeschlossen. In dieser Phase ging es vor allem darum, Hass im Netz und Desinformation zu erkennen, zu verstehen und bewusst damit umzugehen. Ein besonderer Fokus lag auf technischen Entwicklungen, die die Verbreitung von Fake News beschleunigen – dabei spielte auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen setzten sich damit auseinander, wie KI-gestützte Tools Inhalte erstellen, verändern oder verstärken können, und besprachen sowohl die Chancen als auch die Risiken dieser Technologie im Zusammenhang mit Hassrede und Falschinformationen.

Außerdem wurden Antisemitismus sowie antimuslimischer Rassismus im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten weiter vertieft. Diese Themen waren bereits in der ersten Projektphase als wichtige Formen von Diskriminierung behandelt worden. In den vertiefenden Modulen erarbeiteten sie konkrete Strategien gegen Hass im Netz und stärkten ihre eigene Resilienz. Ziel war es, sie zu befähigen, selbstbewusst, kritisch und handlungsfähig auf digitale Herausforderungen zu reagieren – auch im Hinblick auf die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz.

Miteinander statt allein - Kreativtag am Wasserturm

© Ruben Manuel

Das erste Langzeitprogamm im Projekt »Digitale Labore – kompetent für Resilienz gegen Hass im Netz und Desinformationen« ist gestartet

Mit der IBA-Klasse TE2 der Konrad-Zuse-Schule arbeiten wir nun einige Monate zu den Themen Hass im Netz und Desinformation im Kontext des Krieges in Nahost und den Folgen des 7. Oktobers. Wir versuchen gemeinsam unseren Blick auf Medienkonsum und Medienproduktion zu reflektieren und unsere Wahrnehmung für medial konstruierte Realitäten zu schärfen. Das Projekt will die individuelle Resilienz stärken und begleitet die Schüler:innen im Umgang mit Hass im Netz und Desinformationen im Kontext von Antisemitismus, Israelhass, sowie antimuslimischen Rassismus. Unser Team aus geschulten Bildner:innen der politischen, kulturellen und medienpädagogischen sowie der KI- und IT-Bildung, namentlich vor allem unsere beiden Stammteamer Thomas und Hannes begleiten die Jugendlichen das gesamte Projekt über.

Die erste von vier Phasen ist bereits abgeschlossen und das Projekt damit erfolgreich angelaufen.

Mit der Auswahl eines Emojis, welcher ihre aktuelle Stimmung beschreibt, starteten die Schüler:innen früh morgens in den ersten Projekttag. Die Stimmung der Klasse und des Teams war noch müde, doch es gab auch einige gespannte oder sogar freudige Emojis. Durch das Spiel »2 Wahrheiten 1 Lüge« lernten wir uns weiter kennen und fanden bereits einige spannende oder lustige Facts übereinander heraus, die Neugier stifteten. Im Plenum wurde anschließend ein gemeinsamer Verhaltenskodex für das Projekt entwickelt. Respekt, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, Fehlerfreundlichkeit und einiges mehr ist uns als Gruppe wichtig und wurde visuell festgehalten. Zum Einstieg in das Thema Jugendkulturen spielten wir unser großes Jugendkulturen-Bilderspiel. Mit einer Methode zur Repräsentation von Jugendkulturen in den Medien wurde das Thema weiter vertieft. Abschließend zu diesem ersten Block wurde der Begriff gruppengezogene Menschfeindlichkeit (GMF) vorgestellt und verschiedene Phänomene besprochen.

Am zweiten Tag konnten die Teilnehmenden erste Einblicke in die Medienarbeit vornehmen. Dabei kamen Fragen auf, wie: Ist Toggo ein Nachrichtenformat? Ist die BILD-Zeitung die bekannteste Zeitung? Was zählt alles zu Social Media Plattformen und wer liest überhaupt noch Printmedien? Durch das Barometerspiel konnten wir anschießend nochmal etwas genauer die individuelle Mediennutzung erfragen und besprechen, aber auch die Frage nach dem Lieblingstier durfte natürlich nicht fehlen. Von Wurm bis Elefanten war alles dabei! Durch eine Runde Kahoot-Quiz näherten wir uns dann dem Fokusthema Nahost und die Folgen des 7. Oktobers. Zu den Einstiegsfragen nach der Größe Israels und der geografischen Verortung gab es bis dahin noch sehr unterschiedliche Meinungen. Anknüpfend daran wurde der Galerie Walk aufgebaut und die Teilnehmenden konnten alle im Raum verteilten Bilder für sich und im eigenen Tempo wahrnehmen und wenn gewollt kommentieren. Die Bilder und anonymen Kommentare wurden dann im Plenum besprochen. So wurde ein Raum geschaffen in dem wir erste Fragen, Gedanken und Emotionen zum Thema besprechen und damit einen ersten Schritt zur kritische Auseinandersetzung setzen konnten.

Wir freuen uns auf die nächsten Projekttage im Dezember!

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